Diagnostischer Test
Ein diagnostischer Test (nicht zu verwechseln mit einem statistischen Hypothesentest)
entscheidet anhand von Parametern
oder Gegebenheiten über das Vorliegen einer Erkrankung. Hierbei gibt es zwei richtige und zwei falsche Möglichkeiten
der Entscheidung: Der Test kann positiv ausfallen bei Vorliegen der Krankheit (Die Wahrscheinlichkeit, mit der dies eintritt
wird als Sensitivität bezeichnet.)
und der Test kann negativ ausfallen bei Nichtvorliegen der Krankheit (Die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis wird
Spezifität genannt.).
Die zwei Möglichkeiten eines falschen Testresultats sind das falsch positive und falsch negative Testergebnis.
Zur Beurteilung eines diagnostischen Tests dienen die oben genannten Wahrscheinlichkeiten Sensitivität und Spezifität,
darüber hinaus aber auch der positive prädiktive Wert
und negative prädiktive Wert,
der positive Likelihoodquotient und der
negative Likelihoodquotient oder der
Youden-Index.
Um zwei diagnostische Tests miteinander zu vergleichen, kann man dafür die genannten Größen zur Beurteilung inklusive
Konfidenzintervalle gegenüberstellen. Möchte man zusätzlich wissen, ob sich die betrachteten diagnostischen Tests
signifikant z.B. in der Sensitivität voneinander unterscheiden, so lässt
sich dies anhand des Konfidenzintervalls zur
Differenz der Sensitivitäten ermitteln. Ist die Null nicht in diesem Konfidenzintervall enthalten, so lässt sich mit einer
Fehlerwahrscheinlichkeit von 5% (beim 95%-Vertrauensbereich) feststellen, dass sich die Sensitivitäten unterscheiden.
Oder anders ausgedrückt, die Sensitivitäten unterscheiden sich signifikant
auf einem Niveau von 5%, wenn die Null nicht
im Konfidenzintervall für die Differenz der Sensitivitäten enthalten ist.
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