McNemar-Test
Der McNemar-Test zählt zur Gruppe der
Chi-Quadrat-Tests. Er vergleicht
zwei verbundene Stichproben hinsichtlich
eines dichotomen
Merkmals. Ein Beispiel
wäre die wiederholte Untersuchung derselben Patientengruppe hinsichtlich des Auftretens eines
Alternativmerkmals.
Die beobachteten Häufigkeiten lassen sich allgemein
wie folgt anhand einer Vierfeldertafel darstellen:
Nullhypothese:
Die beiden Untersuchungen 1 und 2 unterscheiden sich nicht in ihrer Häufigkeitsverteilung.
(Die durch die Häufigkeiten b und c gekennzeichneten Nichtübereinstimmungen unterliegen
nur zufälligen Schwankungen bzw. für b und c gelten die Erwartungshäufigkeiten
(b+c)/2)
Voraussetzungen:
Die zu vergleichenden Stichproben sind verbunden.
Das untersuchte Merkmal besitzt genau zwei Ausprägungen (ist ein Alternativmerkmal).
Berechnung der Prüfgröße:
Verglichen werden die Häufigkeiten b und c, es wird geprüft, ob eine Abweichung
vom Verhältnis 1:1 vorliegt. Dazu berechnet man:
und im Falle 8 ≤ (b+c) < 30 mit Kontinuitätskorrektur:
Die Testentscheidung fällt zugunsten der
Alternativhypothese aus, falls:
Der McNemar-Test hat wie der Chi2-Vierfeldertest einen Freiheitsgrad (FG=1). α bezeichnet das
Signifikanzniveau.
Bei α=0,05 kann die Nullhypothese verworfen werden, wenn Chi2 > 3,841.
(Quantile der Chi2-Verteilung sind tabelliert.)
Bemerkungen:
Bei zu kleinen erwarteten Häufigkeiten oder b+c < 8 kann alternativ der Binomialtest
verwendet werden (mit q=0.5, n=b+c und k=b oder k=c).
Werden mehr als zwei verbundene Stichproben hinsichtlich eines Alternativmerkmals verglichen, so
kann der Q-Test nach Cochran verwendet werden.
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