Quantile - Quartile - Perzentile
Während der Median den gesamten Wertebereich in zwei Hälften
trennt, so trennen die Quartile den Wertebereich in Viertel.
25% der beobachteten Werte liegen zwischen dem Minimum und dem ersten Quartil Q1, weitere 25% bis zum zweiten Quartil Q2,
was dem Median entspricht, bis zum dritten Quartil Q3 folgen nochmals 25% der beobachteten Werte und zwischen Q3 und dem
Maximum liegen die letzten 25%.
Der Abstand zwischen dem 1. und 3. Quartil wird Quartilsabstand genannt, in diesem Interquartilsbereich
liegen die Hälfte aller beobachteten Werte. Der Quartilsabstand zählt zu den
Streuungsmaßen
(Dispersionsmaßen). Die Variabilität ist umso höher, je breiter der Interquartilsbereich ist.
Teilt man den Wertebereich (Messungen nach aufsteigender Größe sortiert) in 10 Abschnitte, die jeweils
1/10 der beobachteten Werte enthalten, so erhält man Dezile, bei einer Einteilung in 100 Abschnitte, die
jeweils 1/100 der Messungen enthalten, Perzentile.
Weiterhin lässt sich der Wertebereich eines stetigen
Merkmals in Quantile (oder Fraktile) einteilen.
Dabei kann man zu jeder Zahl α mit 0 < α < 1 das α-Quantil xα bestimmen, wobei α der Anteil
der Werte ist, die unterhalb von xα liegen.
Ist n die Stichprobenanzahl und sind x(1), x(2), ... x(n) die Messwerte aufsteigend nach
ihrer Größe sortiert, wobei 1, .. n die Rangzahlen der Werte sind, so wird zunächst geprüft ob n*α
eine natürliche Zahl ist.
Ist dies nicht der Fall, so ist die nächstgrößere natürliche Zahl (genannt) k, die Rangzahl, die den Messwert
x(k) als α-Quantil bestimmt: x(α) = x(k)
Wenn n*α eine natürliche Zahl ist, so ist xα = 1/2 (x(k) + x(k+1)) das α-Quantil.
Der Median kann somit auch als 0,5-Quantil, das erste Quartil als 0,25-Quantil oder das dritte Quartil als 0,75-Quantil
bezeichnet werden.
Ist α = 0,1, 0,2 0,3, .. 0,9 sind die Quantile die Dezile.
Bei α = 0,01, 0,02, ..,0,10, 0,11, ...,0,99 (also reelle Zahlen zwischen 0 und 1 mit zwei Nachkommastellen) sind die
Quantile die Perzentile.
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