Wilcoxon-Paardifferenzentest
Der Wilcoxon-Paardifferenzentest vergleicht zwei
abhängige (paarige) Stichproben hinsichtlich
ihrer zentralen Tendenz. Der Wilcoxon-Test für Paardifferenzen ist ein Lagetests und eine
verteilungsunabhängige Alternative zum
t-Test für zwei abhängige Stichproben.
Nullhypothese:
Der Pseudomedian der Paardifferenzen ist gleich 0.
Voraussetzungen:
Die zu vergleichenden Stichproben sind unabhängig.
Die Stichproben sind mindestens ordinal skaliert.
Die Paardifferenzen sind normalverteilt (oder zumindest symmetrisch).
Berechnung der Prüfgröße:
Für jedes Wertepaar (x,y) wird die Differenz di=xi-yi bestimmt.
Differenzen, die gleich 0 sind, werden eliminiert.
Die Absolutbeträge |di| werden aufsteigend der Größe nach sortiert und mit Rangzahlen versehen.
(Da Differenzen = 0 ausgeschlossen werden, ist die Anzahl der Ränge m kleiner oder gleich der Stichprobenzahl n.)
Anschließend werden die Rangzahlen der positiven Differenzen zu Rp und die der negativen Differenzen zu
Rn addiert. Dann ist Rp+Rn=m(m+1)/2.
Die Prüfgröße ist die kleinere der beiden Rangsummen:
Die Testentscheidung fällt zugunsten der
Alternativhypothese aus, falls
R ≤ R(m,α), anderenfalls wird die Nullhypothese beibehalten.
Der kritische Wert R(m,α) wird durch das
Signifikanzniveau α bestimmt sowie
durch die Anzahl der von Null verschiedenen Paardifferenzen.
Für m>25 lässt sich die Prüfgröße R durch die Standardnormalverteilung approximieren.
Bindungen:
Bindungen sind Beobachtungen, die denselben Rang haben (dem Wert nach gleich sind), diesen wird die mittlere Rangzahl
zugeordnet.
|